Cup Scharfmacher 27.6.26 19:00 - UBN (NLB)

Nach dem Sieg gegen den Erzrivalen: Schafft die Loki die Cup-Sensation?

24.06.2026

Nach dem Sieg gegen den Erzrivalen: Schafft die Loki die Cup-Sensation?

Freunde des gepflegten Lochballspiels und Verfechter des gepflegten und geselligen Miteinanders: Nach dem Cup-Spiel ist vor dem Cup-Spiel. Und so ist bereits wieder Cup-Zeit!

Und dieses Mal kommt kein Geringerer als ein echtes Schwergewicht an den Zürichsee. Am kommenden Wochenende empfängt das Stäfner Grossfeld-Team die Cracks von Unihockey Bassersdorf-Nürensdorf (UBN). Die Ausgangslage ist glasklar – Die Loki ist der Underdog, aber das war Katar jüngst gegen die Schweizer Nati auch. Et voilà. Schliesslich ist der Ball rund, hat Löcher und das Spiel dauert 60 Minuten.


Derby-Sieg und «Waxing-Gate»

Dass die Loki bereit für Grosses ist, hat sie Ende Mai bewiesen. Im letzten Cup-Spiel besiegten die Stäfner den Erzrivalen Floorball Riders nicht nur, sondern fegte die Zürcher Oberländer mit einem geschmeidigen 12:2 regelrecht aus deren Halle. Ein Resultat, das so schön war, dass sich manche das Resultatblatt am liebsten eingerahmt über das Bett gehängt hätten.

Nach zwei frühen Toren der Stäfner wirkten die Riders irgendwie schon ziemlich entsattelt. Und das vermochte Stäfa eiskalt auszunutzen. Dabei avancierte Ben Bruderer zur grossen Figur. Mehrere Male versorgte er die löchrige Kunststoff-Kugel oben im Winkel. Seitdem nennt man ihn in Stäfa und Umgebung nur noch «Bügel-Ben».

Der grosse Aufreger dieses Cup-Krachers sollte dann aber noch folgen. Loki-Goali Michi Engel hatte offenbar noch gewisse Wachs-Rückstände, die an seinen Goalie-Hosen hafteten. Dies wiegt daher, dass man auf dem oftmals mit Harz überzogenen Boden der Handball-Halle auf dem Stäfner Frohberg als Torwart gar nicht anders kann als Wachs einzusetzen. Ob er nun vor dem Cup-Spiel in Rüti zusätzlich etwas Wachs an seine Hosen schmierte oder ob es Rest-Wachs von früher war, ist nicht hinlänglich überliefert.

Für die Riders war dies jedenfalls des Guten zu viel. Nach heftigem Protest seitens der Platzherren zückte der Unparteiische die rote Karte. Darüber hinaus erhielt Michi Engel auch noch zwei plus zwei Minuten. Das «Waxing-Gate» war geboren. Die Moral der Geschichte: In Unterzahl sorgte Bästeli Eschenlohr dann mit einem lupenreinen Shorthander für einen weiteren und nicht gerade wenig umjubelten Loki-Treffer.


Prager Nächte

Beflügelt von diesem Kantersieg ging es für gefühlt die halbe Mannschaft direkt in die nächste intensive Trainingsphase: Das Polterwochenende von Spielertrainer Luca Franchini in Prag.

Die taktische Marschroute war dabei deutlich anspruchsvoller als jedes Unihockey «Play Book»: Hydrieren, Re-Hydrieren und nochmals Re-Hydrieren gefolgt von Teambuilding auf tschechischen Tanzflächen und kulturellem Austausch. Da ist sogar jedes Konditions-Training mit Ex-Konditionstrainer Bölle-Mau Nasenwasser im Vergleich.

Grundsätzlich gilt natürlich das ungeschriebene Gesetz: Was in Prag passierte, bleibt in Prag. Nichtsdestotrotz wurden dieser Redaktion einige pikante Details zugespielt, welche jedoch nicht zweifelsfrei verifiziert werden konnten.

Überliefert ist, dass der zukünftige Bräutigam als Stewardess verkleidet Prosecco schlürfen musste. Im Verlauf des Wochenendes soll sich ebendieser darüber hinaus auch im Schlamm-Catchen gemessen haben. Im Club sollen Gerüchten zufolge mehrere Liter Vodka vernichtet worden sein. Und im Flugzeug soll die muntere Polter-Gemeinschaft gefühlt sämtliches Bier konsumiert haben, das an Bord zur Verfügung war.

Luca Franchini hat dieses feucht-fröhliche Wochenende soweit gut überstanden und die involvierten Loki-Spieler auch – ob die Lebern der Beteiligten schon bald wieder bei 100 Prozent ihrer Funktionstüchtigkeit sind, wird Teamarzt Dr. Matthias Jost anhand verschiedener medizinischer Tests noch eruieren.


Härtetest vor der 3.Liga-Rückkehr

Inwiefern sich dieses «Trainingslager» für die Loki-Cracks auszahlt, wird der bevorstehende Cup-Kracher zeigen. Gegner Bassersdorf-Nürensdorf reist derweil mit mächtig Rückenwind an. Die Zürcher Unterländer haben erst gerade vor wenigen Wochen Vereinsgeschichte geschrieben. Auf dramatische Art und Weise setzte sich UBN im entscheidenden Spiel der Aufstiegsplayoffs gegen Unihockey Limmattal durch machte den Aufstieg in die Nationalliga B perfekt.

Für die Loki Stäfa ist das Cup-Spiel gegen UBN natürlich auch der perfekte Härtetest für das, was danach dann ab September kommt. Nach dem verdienten Aufstieg brennt das Team darauf, schon bald die 3. Liga aufzumischen. Bis die reguläre Saison startet, wird in den Mannschaftstraining noch das eine oder andere Schweisströpfchen fliessen, aber das Fundament steht und darauf will die Loki bei der lange ersehnten Rückkehr in die 3. Liga bauen.

Zunächst freut sich der UHC Lokomotive Stäfa für den bevorstehenden Cup-Kracher auf möglichst viele Zuschauerinnen und Zuschauer, die die Spieler auf dem Feld in der Halle für Alle auf dem Frohberg gewohnt frenetisch anfeuern. Sie haben sich diese Unterstützung mit tollen Leistungen in der abgelaufenen Saison sowie auch jüngst mit dem Cup-Coup gegen die Floorball Riders mehr als redlich verdient.


Mobiliar Cup 2026/2027, 2. Runde

UHC Lokomotive Stäfa : Unihockey Bassersdorf-Nürensdorf

Samstag, 27. Juni, 19.00 Uhr, Halle für Alle, Frohberg Stäfa.

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